Markenkampagne von Google: Kinowerbung auch bei Youtube: “Gibt es den Mann im Mohnd?”
Will der Internetkonzern Google mit einer neuen Markenkampagne von den Datenschutz-Skandalen, in denen Google verwickelt ist, ablenken? Die führende Suchmaschine war vor allem wegen seiner WLAN-Abhöraktion, die angeblich nicht beabsichtigt gewesen sei, in die Kritik geraten. Seit Mai 2010 präsentiert sich Google über Kinowerbung und bei Youtube mit schönen Werbefilmen, die die Suchmaschine Google mit Harmonie verbinden. Wenn man sich die Werbe-Videos bei Youtube anschaut, könnte man auch an eine Imagekampagne denken. ”Mit den Suchgeschichten möchten wir zeigen, wie Menschen Google nutzen und dadurch auf dieses Wissen zugreifen können. Gleichzeitig veranschaulicht die Kampagne, wie eine Reise durch das Internet und mit Google neue Horizonte eröffnet”, so Barbara Daliri Freyduni, Marketing-Leiterin Google.
Quelle: Youtube / Kindertraum / Google
© 2010 by media.wiecki
Werbung: Steigerung der Werbemaßnahmen in 2007
Die Mehrwertsteuererhöhung zu Beginn des Jahres 2007 wirkte sich offensichtlich auch auf die Werbeaktivitäten der Firmen aus. Zumindest könnte man dementsprechend einen Bericht des Medienunternehmens und Werbeforschungsunternehmens Nielsen Media Research für das Werbejahr 2007 deuten. Aus diesem ergibt sich nämlich, dass im ersten Quartal des Jahres 2007 im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Steigerung der Ausgaben für Werbung zu verzeichnen ist. Erst im Verlauf der späteren Monate pendelten sich die Werbeausgaben ein und waren für eine Jahrs-Gesamtsteigerung von 3,7 Prozent verantwortlich, so dass sich die Werbeindustrie einen Kuchen von 20,9 Milliarden Euro teilen konnte.
Der Jahresbericht verdeutlicht auch die gesteigerte Relevanz von Online-Medien, die für ihre Werbemaßnahmen mehr als 1,1 Milliarden Euro investierten. Hauptsächlich handelte es sich bei den beworbenen Internetangeboten um Glücksspiele, Vermittlungsdienste und Portale, die in erster Linie mit Super-Banner und Skyscraper als Werbemittel auf Kundenfang gehen wollten. Zudem war ein großes Bedürfnis vieler Werbetreibender nach Imagewerbung in Form von Werbespots in Funk und Fernsehen sowie als klassisches Plakat erkennbar.
Vor allem bei den Anbietern für die Stromversorgung als auch bei den Automobilherstellern, die ihre Ausgaben für Werbung um mehr als 8 Prozent erhöhten, machte sich die Tendenz zur Imagewerbung bemerkbar. Der Handel investierte sogar 1,9 Milliarden Euro darin, was einen Zuwachs von 4,7 Prozent entspricht. Die Fernsehsender konnten dadurch in 2007 ihren Umsatz durch den Verkauf von Zeiten für Werbespots um 5,2 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro erhöhen. Noch erfolgreicher war prozentual gesehen die Vermarktung von Radiowerbung, die mit einer Steigerung von 6,9 Prozent immerhin noch 1,3 Milliarden Euro erwirtschaftete.
Beim Verkauf von Anzeigen in Printmedien gingen lediglich die Werbeumsätze bei Publikumszeitschriften minimal zurück. Die Fachzeitschriften dagegen mussten gleich auf 14,6 Prozent ihrer Werbeeinnahmen im Vergleich zum Vorjahr verzichten. Auch auf den Plakaten, die überall im Land auf den Straßen oder an Häuserwändern zu sehen sind, wurde Werbung auf Werbeflächen für 780 Millionen Euro gebucht, was einen Zuwachs von 14,6 Prozent ausmacht. Das Firmen lieber Geld für Werbung ausgeben, an der sie dann über die Steuererklärung wenigstens den Staat ansatzweise beteiligen können, wird sicherlich auch ein Grund für die gesteigerte Werbelaune der Werbebranche gewesen sein.
Werbespot
Mit einem Werbespot sollen bestimmte Produkte oder Dienstleistungen und manchmal bestimmte Ideologien (z.B. Wahlwerbung) beworben werden. Charakteristisch für einen Werbespot ist in aller Regel die Kürze. Die meisten Werbespots, die von einer Filmproduktion als Auftragsarbeit produziert werden, sind zwischen 7 und 30 Sekunden lang. Bei einer mehrminütigen Werbesendung ab 89 Sekunden spricht man gemäß den in Deutschland gültigen Werberichtlinien von einer Dauerwerbesendung.
Es gibt Werbespots für die Fernsehwerbung, die dort meistens in Werbeblöcken neben anderen Fernsehspots ausgestrahlt werden. Die privaten Fernsehsender finanzieren sich ausschließlich über den Verkauf von Werbezeiten. Den Werbespot kann der Auftraggeber für einen Fernsehspot direkt bei dem Werbespot-Vermarkter des gewünschten Fernsehsenders oder über eine Mediaagentur buchen.
Ein Kinospot, der nur für die Kinowerbung durch eine Filmproduktion hergestellt wurde, unterscheidet sich erheblich von Fernsehwerbung. Hier muss der Werbespot noch unterhaltsamer sein. Ein für die Kinowerbung produzierter Werbespot ist zudem meistens länger als der Werbespot für die TV-Werbung. Zudem ist in den letzten Jahren ein Trend erkennbar, wonach Werbespots ausschließlich für das Internet produziert worden sind, um Viral Marketing betreiben zu können.
Wurde ein Werbespot nur für das Internet gedreht, so entstehen dem Auftraggeber nur die Kosten für Entwicklung und Filmproduktion, da das hochladen bei Video-Plattformen wie Youtube, MyVideo etc. völlig kostenlos angeboten wird.
