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Artikel-Schlagworte: „Werbeausgabe“

Werbung: Steigerung der Werbemaßnahmen in 2007

Die Mehrwertsteuererhöhung zu Beginn des Jahres 2007 wirkte sich offensichtlich auch auf die Werbeaktivitäten der Firmen aus. Zumindest könnte man dementsprechend einen Bericht des Medienunternehmens und Werbeforschungsunternehmens Nielsen Media Research für das Werbejahr 2007 deuten. Aus diesem ergibt sich nämlich, dass im ersten Quartal des Jahres 2007 im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Steigerung der Ausgaben für Werbung zu verzeichnen ist. Erst im Verlauf der späteren Monate pendelten sich die Werbeausgaben ein und waren für eine Jahrs-Gesamtsteigerung von 3,7 Prozent verantwortlich, so dass sich die Werbeindustrie einen Kuchen von 20,9 Milliarden Euro teilen konnte.

Der Jahresbericht verdeutlicht auch die gesteigerte Relevanz von Online-Medien, die für ihre Werbemaßnahmen mehr als 1,1 Milliarden Euro investierten. Hauptsächlich handelte es sich bei den beworbenen Internetangeboten um Glücksspiele, Vermittlungsdienste und Portale, die in erster Linie mit Super-Banner und Skyscraper als Werbemittel auf Kundenfang gehen wollten. Zudem war ein großes Bedürfnis vieler Werbetreibender nach Imagewerbung in Form von Werbespots in Funk und Fernsehen sowie als klassisches Plakat erkennbar.

Vor allem bei den Anbietern für die Stromversorgung als auch bei den Automobilherstellern, die ihre Ausgaben für Werbung um mehr als 8 Prozent erhöhten, machte sich die Tendenz zur Imagewerbung bemerkbar. Der Handel investierte sogar 1,9 Milliarden Euro darin, was einen Zuwachs von 4,7 Prozent entspricht. Die Fernsehsender konnten dadurch in 2007 ihren Umsatz durch den Verkauf von Zeiten für Werbespots um 5,2 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro erhöhen. Noch erfolgreicher war prozentual gesehen die Vermarktung von Radiowerbung, die mit einer Steigerung von 6,9 Prozent immerhin noch 1,3 Milliarden Euro erwirtschaftete.

Beim Verkauf von Anzeigen in Printmedien gingen lediglich die Werbeumsätze bei Publikumszeitschriften minimal zurück. Die Fachzeitschriften dagegen mussten gleich auf 14,6 Prozent ihrer Werbeeinnahmen im Vergleich zum Vorjahr verzichten. Auch auf den Plakaten, die überall im Land auf den Straßen oder an Häuserwändern zu sehen sind, wurde Werbung auf Werbeflächen für 780 Millionen Euro gebucht, was einen Zuwachs von 14,6 Prozent ausmacht. Das Firmen lieber Geld für Werbung ausgeben, an der sie dann über die Steuererklärung wenigstens den Staat ansatzweise beteiligen können, wird sicherlich auch ein Grund für die gesteigerte Werbelaune der Werbebranche gewesen sein.